Dampfplauderer

Wo hört Leidenschaft auf und wo fängt Kriminalität an?

Natürlich lieben wir alle unseren Sport und eines der schönen Dinge daran ist, dass man trotz aller intensiven Leidenschaft immer noch ohne Gefahr zum Eishockey gehen und nach Hause fahren konnte. Das ist seit Jahren bei einer anderen Sportart, deren Eis ganz schön grün und deren Puck rund aber nicht flach ist, leider nicht der Fall.

Aber auch bei uns kamen in den letzten Jahren immer wieder mal „Meldungen“ hoch, die viel auf hearsay beruhten oder wo aus einer kleinen Auseinandersetzung der sprichwörtliche Elefant gemacht wurde. Krefelder und Düsseldorfer Fans erinnern sich bestimmt an immer wieder, vor und nach den Derbyspielen, aufkommenden „Meldungen“ von abgetretenem Autospiegeln, verbogenen Antennen (Ja, damals gab es sowas an den Autos noch. :-)) und Einsätzen von polizeilichen Hundertschaften und so weiter und so fort. :-)

Der Artikel in der Westdeutschen Zeitung ändert die lustigen „Enten“ leider in die Realität! Das Erschreckende dabei für mich ist, dass es kein zufällig aufkommender Streit war, sondern eine, wenn auch scheinbar kurzfristig, geplante Aktion! Das ist man eigentlich nur von bestimmten Gruppierungen bei einer anderen Sportart gewohnt. Die "alten" Eishockeyfans wissen, dass ein Teil der heutigen Generation nicht in der Lage ist, Gegner und Fairness demselben gegenüber zu trennen. Leider sind das seit Jahren die Auswirkungen der allgemeinen Verrohung der, in Teilen morbiden, Gesellschaft.
Kann und sollte das auch bei uns so sein? Nein!

Ohne es schön reden zu wollen, auch früher gab es non-verbale Diskussionen aber eines war immer die Regel, wenn ein Mann zu Boden ging, war es vorbei und man trat nicht noch x-Male nach und dann auch noch gezielt gegen den Kopf. Dies ist hier zwar scheinbar nicht passiert aber leider muss man das ja immer wieder erleben, direkt oder indirekt. Ich schweife ab, in den 70er und 80er Jahren gab es auch einzelne Auseinandersetzungen und ab und an „gab es was auf die Mappe“ aber dann auf die vorher geschilderte Art. Zum Glück ging das seit den 90ern fast auf Null zurück.

Was aber nie unter gegangen ist, ist die Fankultur im Eishockey, die immer eine Spezielle war, ist und bleiben muss! Während der drei Dritteln, nebst möglicher Overtime, hörte man auf der einen Seite „Ein bisschen gelb, ein bisschen rot und du siehst aus wie ein Idiot“ und auf der anderen Seite „Schwarze Füße, gelbe Zähne, KEV“, aber vor, sowie nach dem Spiel, wie auch in den Pausen steht man gemeinsam am Bierstand oder draußen in den Raucherecken und „schwadroniert“ über die Mannschaften und/oder die Leistung der Schiris (Gruß an Andy Elvers nach Hamburg.) ;-)

Mindestens 60 Minuten ist man Gegner aber davor, dazwischen und danach sind wir alle Fans der absolut geilsten Mannschaftssportart der Welt! Das muss auch so bleiben und wir, diese Eishockeyfans, müssen gemeinsam dafür sorgen, dass solche Idioten, wie auch Becher- und/oder Flaschenwerfer kein Auditorium, Beifall oder Verständnis erhalten, sondern diese durch absolute Nichtakzeptanz ausgrenzen und in akuten Fällen dem Ordnungspersonal, wie auch der Polizei aufzeigen! Denn solche Aktion sind kein Fun, sondern kriminelle Aktionen!

Die Vereine müssen, nach dem Bekanntwerden solcher Verstöße, mit der Polizei zusammenarbeiten und diese kriminelle Individuen bundesweit und ligenübergreifend aus den Hallen verbannen! Schließlich wollen wir uns weiterhin gewaltfrei an der schnellsten Mannschaftssportart der Welt, dem besonderen Stickhandling mancher Spieler, den geilen Checks, den Toren, den Saves und erst recht an den non verbalen Diskussionen der Spieler untereinander erfreuen.

In diesem Sinne dennoch einen schönen vierten Advent, ein frohes Fest und wir sehen uns irgendwo in einer Eishockeyhalle.

Frank „Pingu“ Obernbichler


Link zum WZ Artikel: http://www.wz.de/lokales/duesseldorf/sport/deg/nach-derby-ueberfall-auf-deg-fans-1.2084231?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

Offener Brief an den FDP-Fraktionschef im Rat der Stadt Krefeld, Joachim Heitmann

Der Brief bezieht sich auf seine Äußerung zur Krefelder Ratssitzung.
FDP kritisiert Vereinsspitze für Auftritt der Fans im Rat (Rheinische Post)

Sehr geehrter Herr Heitmann,

mit Erstaunen habe ich Ihre Erklärung gelesen, die in mir große Verwunderung über Ihr Demokratieverständnis ausgelöst hat.

In einer gelebten Demokratie ist es den Bürgen vorbehalten, zum einen ihre Interessen anzuzeigen und zum anderen einer öffentlichen Ratssitzung als Zuschauer beizuwohnen. Genau das und nichts anderes haben ein paar Hundert Krefelder Eishockeyfans am Donnerstag getan. Weder die Demokratie noch diese Krefelder Bürger und Eishockeyfans haben es verdient von Ihnen in einem populistischen und nicht haltbaren Vergleich mit aufgehetzten Massen aus Wochenschauen verglichen zu werden. Damit initiieren Sie die Verdrängung demokratischer Bürger, die für ihre Meinung einstehen, in die nationalsozialistische Ecke, da Sie das Auftreten dieser Bürger mit damals von NSDAP und SS gesteuerten Massen in Deckung bringen! Von diesen mündigen Krefelder Bürgern und Eishockeyfans ging und geht weder eine psychische noch eine physische Bedrohung aus, welche Sie mit Ihrer Aussage implizieren!

Des Weiteren bleibt anzumerken, dass die Eishockeyfans ihre Unterstützung für einen akzeptablen Mietvertrag mit den Krefeld Pinguinen und somit dem Fortbestand des DEL Eishockeys VOR dem Seidenweberhaus, einem öffentlichen Raum, und VOR dem Beginn der Ratssitzung Nachdruck verliehen haben. Dies einschränken zu wollen oder es als, von den Krefeld Pinguinen, organisierte Wutbürgerei zu bezeichnen, ist mehr als nur schlechter Stil!

Ein guter Stil für diese als Beleidigung aufzufassenden Aussagen gegen die anwesenden Krefelder Bürger wäre es nun die politischen Konsequenzen zu ziehen und sich als Ratsmitglied und somit Vertreter der Krefelder Bürger zurückzuziehen!

Falls es noch nicht bei allen Krefelder Politikern angekommen sein sollte, die Krefelder Bürger sind sehr wohl in der Lage ihre Interessen eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und bekannt zu geben. Dazu bedarf es weder einer Steuerung von politischen noch wirtschaftlichen Vereinigungen, sondern einzig und allein dem Bürgerwillen für eine beiderseitige vernünftige Regelung. Die Krefeld Pinguine sind nicht dafür verantwortlich, dass die Betreiber des KönigPALASTs, auch mit unterschiedlichen Hallenmanagern, es bis heute nicht verstanden haben den Standort als wirtschaftlich funktionale Mehrzweckhalle zu vermarkten.

Ich habe mich 2002 mit dem Aktionskreis PROarena für diesen Standort eingesetzt und zwar in der Annahme, dass die Betreiber eben diesen Standort nach einer Anlaufzeit in die Veranstaltungskalender der Konzertagenturen platzieren. Leider hat man dies bis heute, über zehn Jahre nach der Eröffnung, nicht realisieren können aber diese Schuld darf man nicht bei dem wichtigsten Hauptmieter suchen, sondern in den Reihen der wirtschaftlichen und politischen Verantwortlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Obernbichler

Leidensgeschichte T-Home Entertain 13

Meine letzte Meldung endete mit „Damit schließe ich erst einmal die Leidensgeschichte T-Home Entertain.“ und meine heutige Meldung geht weiter mit „Damit eröffne ich erneut die Leidensgeschichte T-Home Entertain.“ :)

Doch zunächst eine Zwischenmeldung zu dem zurückliegenden Fall. Meine Rechtsanwältin hat mir letzte Woche die von der Telekom gezahlte Schadensersatzsumme auf mein Konto überwiesen. Man darf sich dem Konzern eben nicht beugen, schließlich sind wir Kunden und nicht nur Zahlvieh!
Sollten sich die neuerlichen Probleme häufen, dann bekommt meine Anwältin erneut ein Mandat! :D

Aber nun zum aktuellen Fall, nach dem das letzte Problem sehr kurzer Natur war, denn ein Reset des Ports brachte ja die schnelle Lösung, kommt meinereiner heute um 18 Uhr nach Hause und sieht seinen Router blinken. :)
Erste Reaktion, Puls geht hoch, Blutdruck steigt und kurz vor der Verbal-Explosion sehe ich, dass nicht nur die DSL Leitung weg war, sondern auch die ISDN Kontrolllampe im NTBA dunkel war.
Oups, eine ganz neue Situation…
NTBA und Splitter zum Test vom Netz genommen und nach Reaktivierung immer noch keine Leitung. Also, ab zum Mobiltelefon und die leider zu bekannte Rufnummer angerufen. Wieder die übliche Schei**e zu hören und sogar noch eine Steigerung, denn angeblich sei die Hotline der Telekotz prämiert worden. Man, muss das ein saftiges Bestechungsgeld gewesen sein…
Zum Glück war der Kollege am anderen Ende der Leitung freundlich und kompetent. Leitung gecheckt, dabei scherzhaft festgestellt, dass der Router nicht erreichbar ist und bei einer weiter gehenden Messung hat er festgestellt, dass nach ca. 2.200 Metern keine Rückmeldung mehr kommt. Mit einem hörbaren Schmunzeln stellte er auch fest, dass in dem Fall wohl kein Techniker in die Wohnung muss. :)
Jetzt bleibt abzuwarten, was und vor allen Dingen WANN der Außendienst etwas feststellt und vor allen Dingen WANN er das behebt.

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Leidensgeschichte T-Home Entertain 12

So, seit der letzten Meldung vom 18.05.2014 hat sich einiges getan. Der funktionale Zustand des Anschlusses war seitdem (bis heute!) stabil, leider erst nach dem sich meine Rechtsanwältin eingeschaltet hatte. Geht wohl leider nicht anders mit den Jungs und Mädels von der Magenta!
Parallel dazu hatte die Rechtsanwältin bezüglich des Schadensersatzes seit dem einen „netten“ Schriftverkehr mit der Telekom, die natürlich zunächst auf Verzögerungs- und Verwässerungstaktik setzte, bei uns aber auf Beton gestoßen ist. :)

Zuerst wusste man von nichts, dann versuchte man die Situation/Forderung klein zu reden und irgendwann hat man eingesehen, dass eine Einigung besser sei. Der erste Vorschlag der Telekom war im Großen und Ganzen okay aber das ich meine Anwaltskosten selber tragen sollte, war ein Witz, denn ohne die monatelange Unfähigkeit und Untätigkeit der Telekom wäre eine anwaltliches Mandat überhaupt nicht notwendig gewesen. Ergo, haben wir einen ähnlichen Gegenvorschlag unterbreitet, bei dem die Telekom die kompletten Rechtskosten übernehmen sollte. Siehe da, es geht, die Telekom ging auf unseren Gegenvorschlag ein, was auch besser war, denn ich hätte das bis zum Erbrechen über alle Instanzen durchgezogen!
So wie, so gut….

Dann komme ich heute nach Hause und was sehe ich da? – Keine Internet-Verbindung! Dieses Mal aber anders als sonst, denn dieses Mal hatte mein Router noch nicht einmal Connect zum DSLAM.
Also mal wieder die Störungsstelle angerufen und die erste Ansprechpartnerin passte sich in die Historie der unfähigen Gesprächspartner ein:
Magenta: Was ist Ihr Problem?
Me: Die Internetleitung und somit auch IP-TV haben keine Verbindung.
Magenta: Sie haben keinen Router von uns. Was für einen Router haben Sie?
Me: FRITZ!Box, also wie die Router der Telekom.
Magenta: Ja, aber nicht von uns! Welche FRITZBox! Haben Sie denn?
Me: 7390
Magenta: Wurden Router und Splitter schon mal ausgetauscht?
Me: Nein, warum auch?
Magenta: Weil die vielleicht zu alt sind und dann verursachen die Fehler.
Magenta: Wie alt ist Ihr Router?
Me: Ca. 1,5 Jahre
Magenta: Also, schon sehr alt.
Me: BITTE, WAS? ALT?
Magenta: Werden Sie nicht unverschämt! Nicht in dem Ton, sonst lege ich auf!
Me: *grummelnd* Dann schicke ich eben erneut meine Rechtsanwältin los!
Magenta: Wenn Sie sich was in den Bart meckern, kann ich Ihnen nicht helfen.
Me: Das können Sie sowieso nicht!
Magenta: Wenn Sie mich beleidigen, lege ich auf. Kommen Sie erst mal runter.
Me: *Versucht etwas zu sagen aber diese Dame fiel einem ständig ins Wort!*

Magenta: Ich messe jetzt die Leitung bis zum Router durch.
Me: Der Router wird wohl nicht antworten, da es keine Verbindung zum DSLAM gibt.
Magenta: DAS müssen Sie schon mir überlassen, Sie haben ja keine Ahnung davon!
Me: Ja, ne, is klar… Ich habe keine Ahnung… Okayyy…
Magenta: Wenn Sie mich schon wieder beleidigen, lege ich auf!
Me: *Gedankengang: Wieso “schon wieder“?*‘ 
Magenta: Der Router kann nicht erreicht werden.
Me: Ach, wirklich? Wundert mich aber… *spöttisch*
Magenta: Haben Sie ein Kabel heraus gezogen?
Me: Nein, warum sollte ich? Außerdem habe ich Ihnen schon gesagt, dass die Verbindung seit 12:19 Uhr weg ist und ich eben erst von der Arbeit nach Hause gekommen bin, somit wäre es für mich schwierig über eine Entfernung von rund 12 Kilometer eine Kabel zu entfernen. *spöttisch*
Magenta: Das kann ich ja nicht wissen, also, werden Sie nicht frech!
Me: Wieso frech? Ich habe Sie nur über die physikalische Unmöglichkeit der von Ihnen nachgefragten Situation in Kenntnis gesetzt. * megagrins*
Magenta: Da der Fehler nicht an uns liegt, werde ich nun einen Vor-Ort-Termin für Sie einplanen und weise Sie direkt darauf hin, dass Kosten damit verbunden sind.
Me: *grummelnd: Schon wieder die gleiche ‚braune Körperausscheidungsmasse‘
Was soll der Techniker denn feststellen, wenn die Leitung VOR meinem Router nicht geschaltet wird?
Magenta: Sie haben keinen Router von uns und Ihrer ist wohl kaputt!
Me: *hat kommentarlos aufgelegt!*

Erneuter Versuch, andere Ansprechpartnerin bekommen, Problem geschildert, Leitung gemessen, Port resettet, kein Erfolg, mir gesagt, dass sie das Ticket nun eine Eskalationsstufe höher gibt und das die Kollegen sich melden.

Eine Minute nach dem zweiten Telefonat kam die SMS mit der Ticket-ID und fünf Minuten später war die Leitung wieder da…
Komisch, da doch laut der ersten übermäßig kompetenten Magenta-Mitarbeiterin ich doch ein Kabel entfernt oder mein Router kaputt sei, weil 1,5 Jahr doch sehr alt ist und der Router nicht von der Telekom ist…

Damit schließe ich erst einmal die Leidensgeschichte T-Home Entertain. ;)

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Leidensgeschichte T-Home Entertain 11

Wouw, die Telekom hat, zumindestens für diese Moment, die Wahrheit gesagt und Internet, nebst IP TV wieder hergestellt.

Was ich mich jetzt allerdings frage, wenn man für die Lösung des Problems angeblich unbedingt in meine Wohnung muss, wie man das Problem jetzt am Freitag spätabends dann doch lösen konnte…

Allerdings ist, erfahrungsgemäß, dieser Zustand nur temporär, wobei man die Hoffnung nicht aufgeben sollte. Jetzt interessiert es mich aber auch, wie die Magenstas das Problem gelöst haben UND was nun das Problem war!

Die rechtliche Seite wird dennoch weiter verfolgt, denn erstens ist die Frage, wie lange der funktionale Zustand vorherrscht und zweitens bleiben die Punkte Gutschrift und Schadensersatz bis zum monetären Ausgleich offen!

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